|
Ausstattung
Der Hochaltar wurde 1695 vom Eichstätter Hofbaudirektor Jakob Engel entworfen. Aus der gleichen Zeit stammt das Altarblatt von Johann Caspar Sing. Es stellt die "Apotheose des Hl: Vitus und des Hl. Deocar" dar. Engel begleiten die beiden Heiligen in ein strahlendes Jenseits, wo sie von Maria mit dem Kind erwartet werden. 
Der goldglänzende Metalltabernakel, aus feuervergoldetem Kupfer, wurde nach Entwürfen von Mauritio Pedetti vom Eichstätter Gürtler Xaver Wanker 1780 gefertigt. Er enthält ein Holzrelief von J.A. Breitenauer "Die Geburt Christi" aus dem Jahre 1781 und eine Elfenbeinschnitzerei "Anbetung der Hl. Drei Könige", ein Geschenk des Ansbacher Markgrafen. 
Neueste Erkenntnisse haben ergeben, dass das Elfenbeinrelief zeitlich in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts einzuordnen ist und einem
Altarbild "Anbetung der Hl. Drei Könige" von Peter Paul Rubens (1618/20 für die Kapuzinerkirche Tournai geschaffen) nachempfunden wurde. 
Die große Seitenaltar nördlich des Chorbogens, der Jesuitenaltar, erinnert an Ignatius von Loyola und den Hl. Franz Xaver, sowie an die japanischen Märtyrer. Der von Mauritio Pedetti 1773 und 1776 gefertigte Entwurf wurde u.a. von J.A. Breitenauer und J.G: Speth
ausgeführt. 
Der gegenüberliegende "Pest- oder Sebastiansaltar" enthält ein vom Chorherrn Baron von Schneid gemaltes Altarblatt. Ein Erzbischof und ein Kanoniker erbitten vom Hl. Sebastian und der Heiligen Familie Hilfe für eine vornehme Frau. 
Der Dreikönigsaltar im südlichen Mittelschiff entstand um 1770 und ist mit feinen Edelholzintarsien ausgestattet. Das Altarbild stammt von Baron von Schneid.
Der Willibaldsaltar ist 1726 entstanden und zeichnet sich ebenfalls durch Edelholzfurniere und Bandelwerkintarsien aus. Er wurde vom Chorherrn Dr. Johannes Bernhard Koch gestiftet und enthält eine spätbarocke Holzfigur des Hl. Willibald. In der Predalla ist das Grab der Hl. Walburga dargestellt. 
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde der schadhafte Michaelsaltar in den Altar des Hl. Deocar umgewidmet und mit einer figürlichen Darstellung des ersten Abtes des Herrieder Klosters, mit dem Attritbut der Herrieder Stiftskirche in der rechten Hand, ausgestattet. In dem aus 1714 stammenden Altartisch ist der Besuch Kaiser Karls des Großen in der Einsiedelei Deocars dargestellt. 
Die vor der Barockisierung 1720/1730 entstandene Kanzel ist ebenfalls eine Stiftung des Chorherrn Dr. Johannes Bernhard Koch, geziert von Intarsienarbeiten und vergoldeter Ornamentik. 
Das Chorgestühl besteht aus Stallen aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts und die Rückwand ent- stand in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts. In den Nischen des vorderen Gestühls sind mit Apostel- und Prophetenstatuen ausgestattet. Einem Plan von 1850 aus dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv zu Folge war dem östlichen Chorgestühl noch je eine Gestühlsreihe vorgesetzt, wohl um Plätze für die ursprünglich 30 Chorherren des Herrieder Kollegialstifts zu schaffen. Aus diesem Plan ist auch er- sichtlich, dass das Gestühl im vorderen Hauptschiff ursprünglich längs angeordnet und mit Chorgestühl ausgestattet war.  
Unter den Emporen schließt das frühere Chorgitter den Raum ab. Es wurde 1735 vom Herrieder Schlossermeister Johann Miller geschaffen, trat ursprünglich an die Stelle des ehemaligen Lettners und wurde Mitte des 19. Jahrhunderts auf Empfehlung des Diözesanbischofs zusammen mit dem Kreuzaltar entfernt, um den Gläubigen eine bessere Sicht auf den Hochaltar zu ermöglichen. Das Chorgitter wurde unter die Männerempore versetzt und wesentliche Teil des Kreuzaltars wurden der Pfarrei Weiding bei Schönsee in der Oberpfalz zur Ausstattung des nach einem Brand wieder erbauten Gotteshauses überlassen.

Die Orgel ist ein Werk Georg Martin Gessingers und wurde 1780 eingebaut, 1974 umgebaut und bei der jüngsten Kirchenrestaurierung restauriert und mit zwei weiteren Registern ausgestattet. 
Die Anfang des 16. Jahrhunderts errichtete Blasisukapelle wurde 1882 mit kräftiger Schablonenalerei und Farbglasfenstern neugotisch umgestaltet. Sie beherbergt das aus dem Jahre 1482 stammende Hochgrab des Hl. Deocar, das ursprünglich in der Mitte der Kirche, später in der Peterskapelle aufgestellt war. Es stellt das Abbild eines spätgotischen rechteckigen Kirchenbaus dar und ist mit dem Wappen des Eichstätter Bischofs Wilhelm von Reichenau und Darstellungen der Hl. Willibald, Walburga und Wunibald und des Ortspatrons, des Hl. Deocar, geziert. |